Biogas-Mischungen für innovative Landwirte

Energie aus Wildpflanzen: Gute Erträge bei geringem Aufwand, Förderung der Tierwelt und Aufwertung der Agrarlandschaft mit cleveren Saatgut-Mischungen

Erstellt am 03.10.2014

Im Bereich des Hegering 1 wurden auf zwei Testflächen (1,5 ha und 0,7 ha) Biogas-Mischungen ausgebracht. Der Landwirt und der Verwerter hatten sich im Vorfeld für eine einjährige Mischung (1,5 ha) und im andern Fall (0,7 ha) für eine mehrjährige Mischung entschieden. Diese Mischungen bieten eine echte Alternative zum Maisanbau. Mit Hilfe der ausgesuchten, wüchsigen Arten wurden hohe Erträge bei deutlich weniger Arbeitsaufwand und Pflanzenschutz im Vergleich zu konventioneller Kultur und leisten mit den blühfreudigen Flächen einen Beitrag zum Artenschutz von Insekten, Vögeln und anderen Wildtieren.  Aufgrund der bis zu 4 m tiefen Durchwurzelung der Mischung Biogas 1 (mehrjährig) werden Wasser und Nährstoffreserven  auch in tiefen Bodenlagen für die Bestandsentwicklung nutzbar. Die Mehrjährigkeit macht den Bestand wesentlich witterungsunempfindlicher als die meisten der bekannten Anbausysteme. Die optische Aufwertung der Landschaft gegenüber den monotonen Maiskulturen gibt es gleich mit dazu.


Energie aus Wildpflanzen

Die Vorteile auf einen Blick :

  • einmalige Saatgutkosten und langjährige Nutzung für fünf und mehr Jahre (bei mehrjähriger Saatmischung)
  • breite Standortanpassung
  • gute Silierfähigkeit
  • in der Regel kein Pflanzenschutz nötig
  • bei reduziertem Düngeraufwand ideal für Wasserschutzgebiete (bei geringerer Erntemenge)
  • geringe Bodenverdichtung
  • deutliche Verminderung von Bodenabtrag durch Erosion
  • Verbesserung der Humusbilanz
  • geringe Nährstoffverluste durch ganzjährige Begrünung
  • zusätzlicher Lebensraum für Wildtiere, hervorragend für Bienen
  • ökologischer Mehrwert, Imagegewinn für die Biogasproduktion
  • Senkung der Produktionskosten durch nur zwei Arbeitsschritte (Düngen und Ernten) ab dem zweiten Standjahr
  • Verminderung des Wildschadenrisikos

Weiter Informationen bei Hegeringleiter Frieder Hutt.

Erstellt am 03.10.2014
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