Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt das Tragen von Handschuhen beim Aufbrechen und Zerwirken von Schwarzwild

Erstellt am 15.12.2015

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt den Jägern, wegen Infektionsgefahr mit Hepatitis E, das Tragen von Einweghandschuhen beim Aufbrechen und Zerwirken von Schwarzwild.

Das BfR teilt mit: Wildschweine können Träger des Hepatitis E-Virus (HEV) sein. Für Jäger besteht durch direkten Kontakt zu Wildschweinen bei der jagdlichen Gewinnung von Wildschweinfleisch deshalb ein erhöhtes Infektionsrisiko.


Hierzu gibt Herr Dr. Hermann, Amtsleiter des Veterinäramts beim Landratsamt Bodenseekreis, nachfolgende Stellungnahme ab:

Auch für das Aufbrechen von Wildschweinen (wegen Hepatitis E) wird das Tragen von Handschuhen empfohlen, wie wir das bereits für Feldhasen (wegen Tularämie) empfohlen haben. Bei starker Durchseuchung der Wildschweinepopulation mit Hepatitis E kann hierdurch die Infektionsgefahr reduziert werden. Allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass sehr wahrscheinlich andere Faktoren als das Jagen ausschlaggebend sind für die Hepatitis-E-Epidemiologie in Deutschland. Im hiesigen Bereich gibt es nach unserer Kenntnis bisher noch keine Daten zum Vorkommen von Hepatitis E bei Wildschweinen, somit auch noch keine Hinweise, dass bei uns eine starke Durchseuchung vorliegt. 


Durch Erhitzung auf 71°C für 20 Minuten (Kerntemperatur) wird der Erreger abgetötet.

Erstellt am 15.12.2015
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