Naturschutz ist Handarbeit

Jagdgesellschaft schafft neues Biotop – denn ohne Naturschutz gibt es keine Jagd.

Gerbertshaus (wie) Aus der ehemaligen Grabensenke zwischen Siglishofen und Gerbertshaus, haben die Jäger und Jägerinnen aus Kehlen eine kleine Oase geschaffen, die einmal Zufluchtsort werden soll, für viele Tiere. „Denn der Naturschutz ist uns wichtig“, versichert Biotopobmann Georg Csauscher und setzt ihn in die Tat um. 

Zusammen mit den Jagdkollegen und der –kollegin ging er frisch ans Werk und hat aus der Grabensenke, die bisher von Kühen genutzt wurde, ein Biotop gemacht, mitten auf der grünen Wiese und nahe der Schussen, die mit ihren Ufern das größte Biotop der Gemeinde darstellt. Insekten, Amphibien, Reh, Feldhase, Singvögel und Fuchs sollen hier einmal Unterschlupf finden und Nahrung. Dies sichern ihnen bis in wenigen Jahren, die heimischen Sträucher, die die Jäger hier gepflanzt haben, der Schwarzdorn, das Pfaffenhütchen, die Hundsrose, der Schneeball, der Liguster, die Heckenkirsche oder die Weidenarten, die einmal eine wilde Hecke bilden sollen, rund ums Biotop. Das haben die Jäger mit dem Bagger ausgehoben und mittendurch verläuft ein langer Graben, der allzeit frisches Wasser bringen wird. 

Die Neuanlage, Pflege und Erhaltung von schützenswerten Ökoinseln und die Kontrolle der Tier- und Pflanzenarten im Revier, bedeuten für die Jäger viele Stunden Arbeit, die sie ehrenamtlich leisten. Sie erfüllen damit ihren Hegeauftrag, der den zeitlichen Anteil der Jagdausübung weit überschreitet. “Aber ohne Naturschutz gibt es keine Jagd“, darin sind sie sich einig und übernehmen Verantwortung für ein Stück Natur. Dieses zu hegen und zu pflegen, dazu sind sie gesetzlich verpflichtet. Unterstützung bekamen sie hier vom Grundbesitzer und dem Umweltschutzamt des Bodenseekreises. 

Foto (wie) In Pfingstweid, am Funkenweg und nun hier zwischen Siglishofen und Gerbertshaus haben die Jäger und die Jägerin mit ihrem Biotopobmann Georg Csauscher (3.v.li) schon Biotope geschaffen. 

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